Untergrund

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Estrich-Checkliste vor Verlegung

  • Feuchte ok?

Die einzige anerkannte Messmethode zur Feuchtigkeitsmessung der Restfeuchtigkeit im Estrich ist die CM-Messung. Die maximal zulässige Estrichfeuchtigkeit richtet sich nach der Art des Estrichs.  

Bei Bodenbelägen wie Parkett gilt  für beheizte Estriche (mit Fußbodenheizung) folgendes:

Zementestrich max. 1,8 CM-%

Calciumsulfatestrich max. 0,3 CM-%

Bei Bodenbelägen wie Parkett gilt  für unbeheizte Estriche (keine Fußbodenheizung) folgendes:

Zementestrich max. 2,0 CM-%

Calciumsulfatestrich max. 0,5 CM-%

Wenn der Estrich die vorgeschriebene Feuchtigkeit erreicht hat, kann Parkett gelegt werden.

Wenn der Estrich die vorgeschriebene Feuchtigkeit nicht erreicht haben sollte gibt es verschiedene Maßnahmen, die ergriffen werden können.

Die einfachste Möglichkeit ist, abzuwarten, bis der Estrich trocken ist. Je dicker ein Estrich, desto länger geht die Trocknung. Vor allem bei Calciumsulfatfließstrichen verlängert sich die Trocknungzeit bei erhöhter Dicke enorm.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine spezielle Grundierung aufzutragen, die feuchtigkeitsbremsend wirkt. Damit steigt nachdem der Parkett verlegt wurde nicht zu viel Feuchtigkeit in und durch das Holz. Aber vorsicht, Die Feuchtigkeit aus dem Estrich steigt dann verstärkt im Randbereich hinter den Sockelleisten auf.

Eine Auswahl an Grundierungen für Klebstoffe finden Sie hier: Klebstoff-Grundierung

 

  • Festigkeit ok?

Der Estrich sollte eine ausreichende Festigkeit aufweisen. Aber wie prüft man die ausreichende Festigkeit des Estrichs?

Durch eine sogenannte Ritzprobe oder der Hammerschlagprüfung.

Die Ritzprobe wird entweder mit einem speziellen Ritzgerät oder z.B. mit einem Stahlnagel durchgeführt. Im Abstand von ca. 5-10 mm wird der Estrich mit einem bestimmten Druck eingeritzt. Der Estrich ist i.d.R. ausreichend fest, wenn die Ritze scharfkantig bleiben und nicht viel abbröckelt. Mit der Hammerschlagmethode wird mit einem 500gr Hammer leicht schräg auf die Estrichoberfläche geschlagen. Wenn nichts abplatzt, ist der Estrich i.d.R. fest.

Vorsicht! Estriche, vor allem Calciumsulfatestriche können Bindemittelschichten aufweisen (ugs. auch Sinterschicht genannt). Diese bieten Klebstoffen keinen Halt und müssen entfernt werden.

 

  • Ist mein Estrich sandig?

Ist Ihr Estrich sandig, wund gelaufen? Sehen SIe Laufstraßen? Bleibt der Estrich auch nach der Reinigung sandig? Dann ist die Festigkeit Ihres Estrichs nicht ausreichend. Was kann ich bei einem zu sandigen Estrich tun?

Entweder Sie tragen eine spezielle Grundierung auf, die den Unterboden verfestigt, oder spachteln den Estrich mit einer zementären Spachtelmasse

/Klebstoff-Grundierung

/Spachtelmasse-Ausgleichsmasse

 

  • Risse & Fugen?

Muss die Fuge im Estrich übernommen werden oder kann ich die Fuge verharzen?

Es gibt verschiedene Definitionen von Fugen.

Dehnfuge, Bewegungsfuge: Diese Fuge zieht sich durch das gesamte Bauwerk, auch Wand und Decke und muss übernommen werden und darf nicht verharzt werden. Aufgrund von nachträglichen Anbauten oder bei größeren Bauwerken und größeren Flächen sind Dehnfugen vorgeschrieben. Die Bauteile müssen getrennt bleiben und müssen sich unabhängig voneinander bewegen können.

Scheinfuge: Zementestriche und Magnesiaestriche schwinden bei der Trocknung nach dem Einbau erheblich. Damit ein unplanmäßiges Reißen des Estrichs verhindert wird, werden sogenannte Sollbruchstellen ausgebildet. Nach der Trocknung des Estrichs können diese Fugen verharzt bzw. kraftschlüssig verbunden werden.

Risse: Sie entstehen z.B. bei Zementestrichen als Schwindrisse. Risse können verharzt werden.

2k Gießharz finden Sie hier /Untergrund-Estrich

 

  • alter Estrich?

Wie behandle ich meinen alten Estrich? Muss ich meinen alten Estrich grundieren? Kann mein Estrich mit Parkett belegt werden?

Oft sind auf alten Estrichen vorhandene Kleberreste oder Reste von Spachtelmasse von vorherigen Belägen. Bestenfalls ist es möglich die alten Schichten und Verunreinigungen zu entfernen. Dazu gibt es Estrichfräsen, Schleifmaschinen oder Einscheibenmaschinen mit den richtigen Schleifscheiben. /Schleifbaender-Schleifscheiben

Natürlich kann man Altuntergründe auch überspachteln /Spachtelmasse-Ausgleichsmasse um eine saubere und belegereife Oberfläche zu erhalten. Lassen sich Kleberreste und sonstige Verunreinigungen nicht entfernen besteht die Möglichkeit mit einer PU-Grundierung den Estrich vom neuen Belag und Klebstoff abzugrenzen um Reaktionen des alten Klebstoffs mit dem neuen Klebstoff zu vermeiden /Klebstoff-Grundierung

 

  • Welche Prüfpflichten habe ich als Parkettleger?

Sobald der Parkettleger den vorhandenen Estrich belegt, gilt der Estrich vom Parkettleger als abgenommen. Prüfpflichten zur Belegereife sind:

- ist der Untergrund sauber?

- ist der Untergrund rissfrei?

- ist der Untergrund fest?

- ist der Untergrund eben?

- ist der Untergrund auf richtiger Höhenlage?

- ist der Untergrund und die Raumluft trocken genug?

- ist die Temperatur in Ordnung?

- ist es ein Heizestrich und gibt es ein Aufheizprotokoll?

- ist der Heizestrich mit Messtellen versehen?

Ist eines der Kriterien nicht erfüllt, sollte der Estrich nicht abgenommen und belegt werden!

 

 

Klebstoffarten

Unterscheidung nach Festigkeit

  • elastisch --> /elastischer-Klebstoff 

    • Vorteile: günstig, einfach zu verarbeiten,  geeignet für vorwiegend formstabiles Parkett wie Zweischichtparkett und Dreischichtparkett, lösemittelfrei, emissionsarm, schont den Untergrund
    • Nachteile: Weichmacheranteil, höhere Fugenbildung im Parkett, da Holz durch Elastizität des Klebers arbeiten kann, 
  • hartelastisch --> /hartelastischer-Klebstoff

    • Vorteile: einfach zu verarbeiten, auch für nervöse Holzarten, größere Abmessungen und Massvidielen bis zu einer gewissen Grenze geeignet, i.d.R. ohne Grundierung einsetzbar, lösemittelfrei, emissionsarm
    • Nachteile: evtl. Reaktion mit alten Klebstoffen auf Altuntergrunden, in diesem Fall Grundierung notwendig
  • hart --> /harter-Klebstoff

    • Vorteile: einfach zu verarbeiten, weichmacherfrei, für fast alle Parkett- und Holzarten geeignet, i.d.R. ohne Grundierung einsetzbar. Verhindert das Arbeiten des Holzes und somit ist die Fugenbildung im Parkett wenn überhaupt sehr gering, vergleichbar mit PU-Klebstoffen, lösemittelfrei, emissionsarm
    • Nachteile: preislich hoch

Unterscheidung nach Art & Zusammensetzung

  • Elstikklebstoff Silan / SMP / MS --> /Elastikklebstoff-Elastikkleber

    • Vorteile: einfach zu verarbeiten da einkomponentig, lösemittelfrei, emissionsarm,  i.d.R. ohne Grundierung einsetzbar,
    • Nachteile: Weichmacheranteil
  • 2K PU (Polyurethan) --> /2K-PU-Klebstoff

    • Vorteile: universell iensetzbar, hart, verhindert das Arbeiten des Holzes, für nahezu alle Parkett- und Holzarten geeignet,  i.d.R. ohne Grundierung einsetzbar, Profiprodukt
    • Nachteile: PU Produkte dürfen nicht an Privatpersonen verkauft werden, schwierig zu verarbeiten, schnelle Aushärtung, Profiprodukt
  • Dispersion (wasserbasiert) --> /Dispersionsklebstoff

    • Vorteile:  günstig, hart, verhindert das Arbeiten des Holzes,
    • Nachteile: Grundierung notwendig, Parkett darf kurz nach der Verlegung nicht betreten werden, enthält Wasser als Lösungsmittel und dadurch kann Parkett quellen.

Grundierungen

Dispersionsgrundierung: Sie dient zur Staubbindung und als Haftgrund bei Estrichen vor der Verklebung.

PU-Grundierung: Sie dient zur Feuchtigkeitsbremse bei zu feuchten Estrichen, zur Absperrung zum Altuntergrund um Wechselwirkungen zwischen altem und neuen Klebstoff zu verhindern und zur Verfestigung der losen Estrichrandzone (Darf nicht an Privatpersonen verkauft werden)

Epoxidharz als Grundierung: Sie dient zur Verfestigung der losen Estichrandzone und als Feuchtigkeitssperre bei zu feuchten Estrichen. (Darf nicht an Privatpersonen verkauft werden)

 

Umwelt & Gesundheit

Enthält Parkettklebstoff Lösemittel? 

Unsere angebotenen Parkettkleber erhalten keine Lösemittel und sind gesundheitlich unbedenklich

 

Welcher Parkettkleber für welches Parkett?

 

Verbrauch

Unebenheiten, Ausgleich und Reparatur