Untergrundprüfung
Der Untergrund ist vor der Verlegung gemäß DIN 18356 zu prüfen. Er muss druck- und zugfest, rissfrei,
ausreichend oberflächenfest, dauertrocken, eben, sauber und frei von Trennmitteln und Sinterschichten
sein. Porosität und Griffigkeit der Oberfläche sind ebenfalls zu beurteilen. Der Feuchtegehalt und die
Saugfähigkeit von Zement(fließ)- und Calciumsulfat(fließ)estrichen sowie Raumtemperatur,
Raumluftfeuchtigkeit und Untergrundtemperatur sind zu prüfen.
Untergrundvorbereitung
Der Untergrund muss belegereif sein, also insbesondere sauber, oberflächenfest, griffig, ggf. saugfähig,
eben, dauertrocken und rissfrei. Je nach Art und Zustand ist eine mechanische Vorbehandlung (Abkehren,
Absaugen, maschinelles Bürsten, An- oder Abschliff, Fräsen, Kugelstrahlen) durchzuführen. Risse und Fugen
– außer Dehnungsfugen oder anderweitig konstruktionsbedingten – sind mit STAUF Gießharz und
Estrichklammern kraftschlüssig zu verschließen. Löcher und Vertiefungen können mit einer standfesten
STAUF Spachtelmasse gefüllt werden. Ebenheit, Saugfähigkeit und Griffigkeit sind bei Bedarf durch
Spachteln mit einer geeigneten STAUF Spachtelmasse herzustellen.
Verarbeitung
Klebstoff mit der entsprechenden Spachtelzahnung auf den Untergrund auftragen, dabei Klebstoffnester und
übergroße Schichtdicken durch gleichmäßiges Durchziehen des Zahnspachtels vermeiden. Das Parkett innerhalb
der angegebenen Einlegezeit in den Klebstoff einlegen, kurz einschieben und fest andrücken. Klebstoff darf
nicht in die Fugen gedrückt werden. Verschmutzungen können je nach Aushärtegrad mit den entsprechenden
STAUF Reinigern entfernt werden; der Einfluss des Reinigers auf werksseitig endbehandeltes Parkett sollte
vorab an einer verdeckten Stelle geprüft werden. Ausgehärtete Klebstoffreste lassen sich relativ leicht und
weitestgehend rückstandsfrei mechanisch entfernen – längeres Einwirken auf endbehandelte Oberflächen ist
wegen möglicher Abzeichnungen dennoch zu vermeiden. Am besten verarbeitbar bei 18–25 °C, bei einer
Untergrundtemperatur von 15–23 °C (bei Fußbodenheizung 18–22 °C) und einer relativen Luftfeuchte unter
65 % bis zur Abbindung des Klebstoffs. Der Verbrauch variiert je nach Beschaffenheit des Untergrundes, der
Parkett- bzw. Belagrückseite und verwendeter Spachtelzahnung:
- Mosaikparkett: Spachtelzahnung STAUF Nr. 3 (TKB B7)
- Hochkantlamellenparkett: Spachtelzahnung STAUF Nr. 4 (TKB B15)
- Massivdielen: Spachtelzahnung STAUF Nr. 4 (TKB B15), alternativ großformatige Dielen mit Spachtelzahnung Nr. 14
- Stabparkett: Spachtelzahnung STAUF Nr. 4 (TKB B15), alternativ Tafelparkett mit Spachtelzahnung Nr. 14
- Lamparkett und furnierte Fußbodenbeläge: Spachtelzahnung STAUF Nr. 5 (TKB B9)
- Mehrschichtparkett: Spachtelzahnung STAUF Nr. 5 (TKB B9), alternativ großformatige Mehrschichtdielen mit Spachtelzahnung Nr. 14
- Zementestriche/Betonsohlen mit erhöhter Restfeuchte (Dampfbremse): Spachtelzahnung STAUF Nr. 12
Weitere Hinweise
Verarbeitungsraumklima: mind. 18 °C, max. 75 % rel. Luftfeuchtigkeit (vorzugsweise max. 65 %). Lagerung trocken und kühl; das Produkt ist nicht frostempfindlich. Haltbarkeit 12 Monate ab Herstelldatum. DIBt-Zulassungs-Nummer Z-155.10-59. Beim Einsatz als Dampfbremse (Zementestriche bis 95 % KRL bzw. 4 CM-%) ist aufgrund der hohen, mit Zahnspachtel Nr. 12 aufgebrachten Klebstoffmenge nur die Verklebung von Parkett mit Nut-Feder-Verbindung möglich. Bei Mosaik-, Lam- oder Hochkantlamellenparkett muss zusätzlich eine bremsende Grundierung aufgebracht werden. Wechselwirkungen mit gängigen wasserbasierten Versiegelungen können größtenteils ausgeschlossen werden; Öl- bzw. Öl/Wachs-Systeme sollten vorab auf ihre Verträglichkeit geprüft werden. Für unebene Untergründe eignen sich außerdem passende STAUF-Unterlagsbahnen (Dämmunterlage, Polyestervlies, Entkopplungsplatten) sowie verschiedene STAUF-Spachtelmassen, z. B. STAUF XP 20 oder STAUF SSP RAPID.