Untergrundvorbereitung
Der Boden muss sich dem Raumklima am Einbauort angepasst haben und gut geschliffen, trocken sowie frei von Schleifstaub, Öl, Wachs und anderen Verunreinigungen sein. Optimale Bedingungen: 18–25 °C und 30–60 % relative Luftfeuchte; die Mindesttemperatur für die Verarbeitung beträgt 13 °C. Hohe Temperaturen und trockene Luft verkürzen die Trocknung, kühle und feuchte Räume verlängern sie.
Lack und Härter auf Raumtemperatur bringen, den Filter in den Gebindehals stecken und das Gebinde vor Gebrauch gut aufschütteln. Falls nötig, mit 4 % Bona Extender verdünnen, um die Verarbeitungszeit zu verlängern.
Versiegelungsempfehlung
- Standard: 1x Bona Grundierung, 2x Bona Wave 2K
Der Boden muss insgesamt drei Aufträge (Grundierung inkl. Lack) erhalten. Nicht mehr als zwei volle Schichten Grundierung und/oder Lack pro Tag auftragen, da das Holz sonst übermäßig aufquellen kann.
Anmischen
Vor der Verarbeitung dem Lack in der Kanne den Härter zusetzen (4 Vol.-% Härter) und mindestens eine Minute gut schütteln. Den angemischten Lack sofort oder innerhalb der Topfzeit von ca. 4 Stunden verarbeiten; beim Mischen von Teilmengen das Mischungsverhältnis genau einhalten.
Verarbeitung
Den Lack mit der Bona Wasserlackrolle oder dem Bona Microfiber Roller (11 mm Flor) mit 8–10 m²/Liter (100–120 g/m²) auftragen, dabei abwechselnd quer und längs zur Holzmaserung arbeiten und Pfützenbildung vermeiden. Immer nass in nass arbeiten, damit keine sichtbaren Übergänge entstehen. Das Material nicht auf den Boden kippen, sondern aus einem Auftragsbehälter arbeiten. Zwischen den Schichten ausreichend trocknen lassen (ca. 2–3 Stunden bei 20 °C und 60 % Luftfeuchte) und für gute Belüftung sorgen – schlechte Trocknungsbedingungen beeinträchtigen Leistung und Haftung.
Bei Bedarf einen Zwischenschliff mit dem Bona Scrad System K150 (oder feiner) durchführen und den Staub entfernen. Konnte eine vorherige Lackschicht oder Grundierung länger als 24 Stunden trocknen, ist vor dem nächsten Auftrag immer ein Zwischenschliff erforderlich.
Trocknung und Belastung
Nach dem letzten Auftrag ist der Boden nach ca. 8 Stunden vorsichtig begehbar und nach 24 Stunden leicht nutzbar, bleibt aber bis zur vollständigen Aushärtung kratz- und stoßempfindlich. Die Endhärte ist nach etwa 7 Tagen erreicht; bis dahin darf die Fläche weder abgedeckt noch feucht gewischt werden.
Reinigung und Werkzeug
Werkzeuge mit möglichst wenig Wasser von Materialresten befreien; getrocknetes Material lässt sich mit Aceton entfernen. Abfälle über eine zugelassene Entsorgung entsorgen, nicht in Abfluss oder Kanalisation schütten.
Weitere Hinweise
Basis: 2-komponentiger, wasserbasierter Polyurethan-Lack. GISCODE W2/DD+; Lack kennzeichnungsfrei, Härter kennzeichnungspflichtig. Zertifikate: EMICODE EC1 (sehr emissionsarm), Rutschhemmung R9 (Matt). Lagerung nicht unter +5 °C und im Sommer nicht über +30 °C, vor Frost schützen; im ungeöffneten Originalgebinde mindestens 1 Jahr ab Herstellungsdatum haltbar, der Härter mindestens 18 Monate. Härter. Die Sicherheitsdatenblätter von Lack und Härter sind zu beachten. Hinweise zur Reinigung und Pflege finden Sie in der Bona-Pflegeanleitung unter Pflegeanweisungen.