Untergrundvorbereitung
Durch die Untergrundvorbereitung ist sicherzustellen, dass der Untergrund belegereif wird, also insbesondere sauber, oberflächenfest, griffig, ggf. saugfähig, eben, dauertrocken und rissfrei ist. Eine mechanische Vorbehandlung des Untergrundes (Abkehren, Absaugen, maschinelles Bürsten, An- oder Abschliff, Fräsen, Kugelstrahlen) ist je nach Art und Zustand des Untergrundes durchzuführen. Risse und Fugen, außer Dehnungsfugen oder anderweitig konstruktionsbedingt, sind mit Stauf Gießharz und Estrichklammern kraftschlüssig zu verschließen. Löcher und Vertiefungen können mit einer standfesten Stauf Spachtelmasse gefüllt werden. Vor einer Oberbelagsverlegung sind die fachgerecht vorbereiteten Unterböden in der Regel mit einer geeigneten Stauf Spachtelmasse zu spachteln. Auf gespachtelten Unterböden nicht mehr grundieren.
Anmischen der Komponenten
Beide Komponenten sollten vor Gebrauch auf Verarbeitungstemperatur (ca. 20°C) gebracht werden. Härter Nr. 10 aus der Kunststoffflasche in den Eimer mit der Harzkomponente vollständig eingießen. Mischen der Komponenten: Die beiden Komponenten mit Bohrmaschine oder elektrischem Rührwerk mit Einwegrührer solange mischen, bis eine gleichmäßige Farbe erreicht ist (mindestens aber 2 Min.). Auf vollständiges Durchmischen im Boden- und Wandbereich achten. Immer vollständige Gebindemenge anrühren, um das Einhalten des Mischungsverhältnisses sicherzustellen.
Verarbeitung
Im Zusammenhang mit der Verlegung sind zusätzlich die Hinweise der Belaghersteller zu beachten. Alle geeigneten Beläge müssen vor der Verklebung ausreichend entspannt sein, anderenfalls sind sie nach dem Einlegen zu belasten/beschweren. Klebstoff mit einem geeigneten Auftragsgerät auf den Untergrund auftragen, Pfützenbildung oder Klebstoffnester vermeiden. Auf vollständige Benetzung der Belagrückseite achten! Blasen durch Anreiben, ggfs. mit Korkbrett, vermeiden. Nach 15 - 30 Min. Liegezeit Belag nochmals kräftig anreiben bzw. anwalzen. Ränder und Kopfenden von Belägen mit starker Spannung vor dem Verlegen gegenbiegen. Belag unmittelbar einlegen und fest anpressen. Aufgrund eingeschränkten Nasshaftung (wet tack) von Reaktivklebstoffen vorzugsweise für Sheets, Platten- und Fliesenware verwenden. Topfzeit des angemischten Klebstoffs beachten. Die Entfernung ausgehärteter Klebstoffreste kann in ungünstigen Fällen bzw. nach längerer Aushärtezeit nur noch mechanisch möglich sein, verbunden mit einer Beeinträchtigung der Oberfläche. Verschmutzungen sollten deshalb möglichst im noch frischen Zustand entfernt werden, oder durch entsprechend abgestimmtes Arbeitsverhalten von vornherein vermieden werden. Am besten verarbeitbar bei 18 - 25 °C, Untergrundtemperatur zwischen 15 - 23°C (bei Fußbodenheizung 18 – 22 °C) und rel. Luftfeuchte unter 65 %, bis zur Abbindung des Klebstoffes.