Untergrundvorbereitung
Für die Herstellung von Estrichen mit Mapecem Pronto sind alle im Bauwesen üblichen Untergründe geeignet. Wo schnelle Austrocknung gefordert ist und kapillar aufsteigende Feuchtigkeit vorhanden ist, müssen Estriche aus Mapecem Pronto auf eine geeignete Dampfbremse verlegt werden und für begehbare Böden mindestens 35 mm dick sein. Bei der Anwendung als Verbundestrich (weniger als 35 mm dick) muss der Untergrund trocken und frei von Rissen, Staub, losen Teilen, Farben, Wachs, Öl und Fettspuren sein.
Anmischen
Mapecem Pronto kann auf eine der folgenden Arten gemischt werden:
- Zwangsmischer
- Trommelmischer
- Schneckenmischer
25 kg Mapecem Pronto mit 1,75–2,1 Liter (italienische Produktion: 2,1–2,3 Liter) Wasser sorgfältig 3–4 Minuten mischen. Die Anmachwassermenge darf nicht verändert werden und würde eine Reduzierung der Endfestigkeit und eine Verlangsamung der Trocknung mit sich bringen. Nach dem Verdichten und der Oberflächenbehandlung darf sich kein Wasser absondern. Der angemischte Frischestrich ist so schnell wie möglich, jedoch innerhalb von 30 Minuten nach Beginn des Anmischens, zu verarbeiten. Die Umgebungstemperatur beeinflusst die Verarbeitungs- und Austrocknungszeiten der mit Mapecem Pronto hergestellten Estriche.
Verarbeitung Schwimmende Estriche / Estriche auf Trennlage (35-80 mm)
Der Mapecem Pronto-Estrich muss zur Sicherstellung einer reibungsfreien Schicht zwischen Estrich und Untergrund auf einer Trennlage aus Polyethylen (oder vergleichbarem Material) aufgetragen werden. Bei aufsteigender Feuchtigkeit muss die vorgenannte Trennlage genügend wasserdampfdicht sein, um eine effiziente Dampfbremse zu bilden. Bereiche mit Rohrleitungen und Unebenheiten müssen je nach nationalen Vorgaben bewehrt oder im Vorfeld ausgeglichen werden. Das Verlegen von Mapecem Pronto-Estrichen erfolgt wie bei herkömmlichen Zementestrichen. Nach dem Vorbereiten einer ausreichenden Anzahl von Höhenlehren die Mörtelmischung verteilen, über die Höhenlehren abziehen und praxisüblich verdichten. In Bereichen angrenzender Wände und Stützen ist der Estrich durch geeignete 1 cm dicke Randstreifen abzustellen. Arbeitsfugen sind senkrecht abzutrennen und zu verdübeln. Der Stabdurchmesser sollte 3–6 mm, die Länge ca. 20–30 cm und der Abstand der Stäbe untereinander etwa 20–30 cm betragen. Diese Maßnahme garantiert eine gute Verbindung zwischen den Arbeitsabschnitten und verhindert Risse und Höhenversetze.
Verarbeitung Verbundestriche (bis 80 mm)
Dünnere Estriche müssen im Verbund zum Untergrund eingebaut werden. Hierfür eignen sich zementäre Untergründe und festhaftende Altbeläge aus Keramik oder Naturstein. Für andere Untergründe kontaktieren Sie bitte die MAPEI Anwendungstechnik. Auf den sorgfältig vorbereiteten Untergrund wird unmittelbar vor dem Auftragen der Mapecem Pronto-Mischung eine Haftbrücke aus Planicrete mit dem nachfolgend angegebenen Mischungsverhältnis aufgebracht. Eine durchgehende, ebene, 2–3 mm dicke Schicht mit einer breiten, flachen Bürste, einem Flächenstreicher oder einem Kunststoffbesen auftragen. Um eine sichere Verbindung zu gewährleisten, wird der Mapecem Pronto-Estrich frisch in frisch in die auf den Untergrund aufgetragene Haftbrücke eingebracht. Bei zu erwartender höherer mechanischer Beanspruchung der Flächen, ist anstelle der zementären Planicrete-Haftbrücke Eporip zu verwenden. Mapecem Pronto analog der oben aufgeführten Methode auftragen.