Untergrundvorbereitung
Der Untergrund muss den Anforderungen der DIN 18356 entsprechen: eben, sauber, trocken, rissfrei,
zug- und druckfest sowie weder zu glatt noch zu rau. Er ist ggf. fachgerecht zur Verlegereife
vorzubereiten. Eine Grundierung ist in der Regel nicht erforderlich; zur Staubbindung kann
Bona D501 verwendet werden.
Bona Titan kann ohne Grundierung auf restfeuchten Zementestrichen eingesetzt werden, sofern der
Klebstoff vollflächig und gleichmäßig aufgetragen wird. Der Estrich muss zum Zeitpunkt der Verlegung
mindestens 28 Tage alt sein und darf oberflächlich nicht mehr sichtbar nass sein. Auf eine
ausreichende Tragfähigkeit ist zu achten.
Muss bei einem problematischen Untergrund grundiert werden, sind Bona R540, Bona R590 oder
alternativ Bona R590 Plus zu verwenden. Ein Absanden von R590/R590 Plus ist nicht notwendig, wenn
die Oberfläche der Grundierung sauber bleibt und das Parkett innerhalb von 24 Stunden nach dem
Auftrag mit Bona Titan verklebt wird. Unebenheiten, Vertiefungen oder Löcher müssen mit
Bona H600,
Bona H610 oder
Bona H660 verfüllt bzw.
gespachtelt werden. Auf neu gespachtelten Flächen darf vor der Verklebung nicht mehr grundiert
werden.
Die Feuchtemessung des Unterbodens muss in Übereinstimmung mit den örtlichen Normen und Regeln der
Technik erfolgen (z. B. CM-Messung, TKB-KRL-Methode), und die Belegreife muss festgestellt werden.
Verarbeitung
Vor dem Einsatz des Klebstoffs müssen folgende klimatische Bedingungen erfüllt sein (Werte für
Mitteleuropa): Lufttemperatur mindestens 18 °C, Bodentemperatur mindestens 15 °C (bei
Fußbodenheizung maximal 20 °C), relative Luftfeuchte maximal 70 %. Der Klebstoff muss vor Gebrauch
ggf. temperiert werden.
Nach dem Öffnen zunächst die aufliegende Schutzfolie und angetrockneten Klebstoff entfernen.
Anschließend wird der Klebstoff mit einer Zahnspachtel oder mit dem Bona OptiSpread-System auf den
Untergrund aufgetragen, und das Verlegeelement innerhalb der Einlegezeit von ca. 40 Minuten in das
Klebstoffbett eingelegt und gründlich angeklopft. Auf den Boden aufgetragener Klebstoff mit einer
fühlbaren Haut muss entfernt werden und darf nicht mehr belegt werden. In nach oben offenen Fugen
hochgedrückter Klebstoff muss vorsichtig entfernt werden oder vollständig durchhärten, bevor eine
Oberflächenbehandlung erfolgt.
Beim Auftragen ist eine vollständige und gleichmäßige Benetzung sowohl des Untergrunds als auch des
Parketts/Holzbodens sicherzustellen. Sockelleisten müssen feuchtigkeitsbeständig oder ausreichend
hinterlüftet sein. Nach der Verlegung darf das Parkett nicht mit dampfdichten oder stark
dampfbremsenden Materialien (z. B. PE-Malerfolie, Matten/Teppiche mit gummiartiger Rückseite,
TetraPak®-Folien) abgedeckt werden, bis der Untergrund vollständig trocken ist.
Für eine sichere Verklebung als Dampfbremse muss der Klebstoff mit der Zahnspachtel Bona 1500G
(TKB B16) aufgetragen werden (Auftragsmenge 1500–1750 g/m², abhängig von der Rauigkeit des
Untergrunds), und das Parkett muss innerhalb der offenen Zeit in das Klebstoffbett eingelegt werden.
Bona Titan härtet durch Reaktion mit Luftfeuchtigkeit aus. Um ein vorzeitiges Aushärten zu
verhindern, während der Verarbeitung stets die Folie auf der Klebstoffoberfläche und den Deckel des
Gebindes sofort wieder auflegen.
Für eine dauerhafte Klebung ist der Einbau des Parketts mit einer Holzeinbaufeuchte notwendig, die
annähernd dem Mittel des geplanten Nutzungsklimas entspricht – Massivparkett etwas feuchter,
Mehrschicht- und Fertigparkett sowie Parkett auf Fußbodenheizung etwas trockener. Bewährt haben sich
bei inländischen Hölzern 9 % für Massivparkett und 8 % für Mehrschicht- und Fertigparkett.
Werkzeuge und frische Klebstoffreste lassen sich mit Bona Cleaning Wipes, Bona S100 oder Aceton
reinigen. Getrocknetes Produkt kann nur noch mechanisch entfernt werden.